„Ein Radgeschäft übernimmt man nicht – man lebt es.“

veröffentlicht am 25. Juli 2025

lokal  ist schrauben lassen. Zwei langjährige Mitarbeiter übernehmen den Staffelstab: Jan Hättich und Sebastian Meyer führen seit Anfang 2025 das Fahrradfachgeschäft HOT.BIKE in eine neue Ära – ohne Brüche, aber mit klaren Ideen. Was sie antreibt, warum die Sparkasse für sie mehr als ein Finanzierungspartner war und wie sie auf die Fahrradbranche schauen, erzählen sie im Gespräch.

 

Sebastian Meyer und Jan Hättich von HOT.BIKE stehen lächelnd zwischen Fahrrädern im Verkaufsraum der Filiale in Teningen.

 

Ihr habt zum Jahresbeginn 2025 HOT.BIKE übernommen. Wie kam es dazu?

Jan » | Die Idee hat sich über die Jahre entwickelt. Ich war damals noch in der Meisterausbildung, als Frank und Stefan – unsere Vorgänger – ganz beiläufig erwähnt haben, dass sie sich mittelfristig eine Nachfolge vorstellen könnten. Das war erst mal nur ein loses Gespräch, aber bei mir hat das sofort etwas ausgelöst.

Sebastian » | Und Jan meinte dann irgendwann: „Wenn, dann nur zu zweit.“ Das hat für mich sofort gepasst – wir haben beide lange bei HOT.BIKE gearbeitet, in verschiedenen Filialen Führungsverantwortung übernommen und uns immer wieder auch mit strategischen Themen beschäftigt. Es war einfach der nächste logische Schritt.

 

Jan Hättich von HOT.BIKE hält ein CUBE-Rennrad im Verkaufsraum mit Helmen und Fahrradzubehör im Hintergrund.

 

Was war euch bei der Übernahme wichtig?

Jan » | Wir wollten nicht alles neu machen, sondern auf dem aufbauen, was Frank und Stefan hier aufgebaut haben. HOT.BIKE ist seit über 30 Jahren ein Begriff in der Region. Wir sind damit groß geworden – jetzt dürfen wir es weiterentwickeln. Und das tun wir zu zweit, weil wir aus Erfahrung wissen: So ein Laden lebt vom Team – nicht vom Einzelkämpfer.

 

Eine Unternehmensnachfolge ist kein Selbstläufer. Gab es Momente des Zweifelns?

Sebastian » | Klar. Das ist kein kleiner Schritt. Aber ein prägender Moment war unser erstes Gespräch mit der Sparkasse. Frank Wangler, unser Berater von der Sparkasse, hat damals zu uns gesagt: „Wenn ihr denkt, ihr schafft das, dann schaffen wir das zusammen.“ Das war der Moment, der bei mir Klick gemacht hat.

Jan » | Ja, das war genau das Richtige zur richtigen Zeit. Die Sparkasse war nicht einfach nur Finanzierungspartner, sondern wirklich mit an Bord. Es ging nicht nur um Zahlen, sondern um Vertrauen – und darum, die Idee gemeinsam tragfähig zu machen.

 

Sebastian Meyer von HOT.BIKE steht im Verkaufsraum vor einem Computer – im Hintergrund zahlreiche Fahrräder und Zubehör.

 

Ihr habt das Unternehmen übernommen – aber nicht auf links gedreht. Was bleibt, was ändert sich?

Sebastian » | Wir bleiben ein Vollsortimenter – vom Kinderrad bis zum sportiven Carbon-Renner, mit und ohne E. Gleichzeitig haben wir den Standort Emmendingen zum reinen Cube-Store weiterentwickelt. Beratung, Auswahl, Service – das ist jetzt noch klarer strukturiert.

Jan » | Wichtig ist uns, dass wir alles abdecken können – vom Alltagsrad bis zum High-End-Modell. Und: Wir haben an jedem Standort eine vollausgestattete Meisterwerkstatt. Ohne guten Service bringt dir das beste Rad nichts.

 

Wie seht ihr die Rolle der Sparkasse rückblickend?

Sebastian » | Ohne Sparkasse? Ehrlich gesagt: Ohne die Sparkasse wäre es schwer geworden. Die Begleitung war professionell, aber auch persönlich. Wir hatten das Gefühl, da sind Leute, die verstehen, was wir hier aufbauen wollen – und die nicht einfach irgendeinen Kredit rausgeben.

Jan » | Und das ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist nicht nur eine Geschäftsbeziehung – es ist echte Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Das macht den Unterschied. Die Sparkasse ist regional verwurzelt, nah dran, immer erreichbar. Das hat uns in den entscheidenden Momenten den Rücken gestärkt.

 

Sebastian Meyer von HOT.BIKE justiert das Cockpit eines Rennrads im Verkaufsraum des Fahrradladens.

 

Was ratet ihr anderen, die eine Nachfolge planen?

Jan » | Sucht euch ein Gegenüber, dem ihr vertraut, mit dem ihr das wirklich gemeinsam durchziehen wollt – und mit dem ihr ehrlich sprechen könnt. Das ist das A und O.

Sebastian » | Und: Macht euch früh Gedanken. Nicht erst, wenn der Vertrag auf dem Tisch liegt. Es hilft enorm, wenn man Prozesse, Leute und Strukturen vorher schon kennt – und dann ganz bewusst sagt: Ich will das nicht nur führen, ich will es gestalten.

 

Wie schätzt ihr die Fahrradbranche in der Region ein – Fahrradland Südbaden und HOT.BIKE mittendrin?

Sebastian » | So könnte man es sagen: Die Fahrradbranche boomt. Besonders im Raum Freiburg, wo Mountainbike-Routen, Rennradstrecken und Alltagsradwege direkt vor der Haustür liegen. Wir sehen hier drei ganz klare Trends: Rennräder sind zurück. Was vor zehn Jahren ein Nischenprodukt war, ist heute wieder gefragt. Hier gibt es viel mehr Gruppen, die regelmäßig Touren fahren.

Jan » | Außerdem bleiben E-Bikes das Zugpferd. Besonders durch Dienstrad-Programme wie JobRad wächst die Nachfrage weiter. Und was wir natürlich stark spüren: Wartung und Werkstatt zählen. Die technische Komplexität gerade bei Pedelecs bringt uns viele Kunden vom Online- wieder zurück in den stationären Handel.

 

Wie wichtig ist die Attraktivität als Fahrradregion?

Sebastian » | Die Region ist wie gemacht fürs Fahrrad. Ob sportlich auf den Berg, entspannt durch die Stadt oder mit dem Lastenrad zum Wochenmarkt: Wir haben alles vor der Haustür: den Kaiserstuhl für Rennradfahrer, den Schwarzwald für Mountainbiker, Fahrradstraßen in der City und Radwege bis ins Elsass.

Jan » | Freiburg als Fahrradstadt ist nicht nur ein Vorreiter in Sachen Infrastruktur – sondern auch ein Magnet für Fachkräfte, die Beruf und Hobby verbinden wollen. Nicht selten kommen Mechanikerinnen und Mechaniker aus anderen Regionen, weil sie hier nicht nur arbeiten, sondern auch fahren wollen.

Sebastian » | Und wenn man in der Region flächendeckend mit Förderprojekten wie Lastenrad-Stationen oder noch mehr geschützter Infrastruktur nachlegen würde, dann wäre Potenzial riesig.“

 

Außenansicht der HOT.BIKE-Filiale in Teningen mit großem Eingangsschild und roter Fensterrahmung bei Sonnenschein.

 

Fachhandel mit Geschichte und Rückenwind – HOT.BIKE GmbH

Seit über 30 Jahren ist HOT.BIKE eine feste Größe im südbadischen Fahrradfachhandel. Aus einem kleinen Laden in Teningen entstand ein Unternehmen mit drei Standorten in Emmendingen, Waldkirch und Freiburg – mit Meisterwerkstätten, großem Zubehörsortiment und einem umfassenden Serviceangebot.
Zum 1. Januar 2025 haben Jan Hättich und Sebastian Meyer – beide langjährige Mitarbeiter und Führungskräfte – das Unternehmen im Rahmen einer Nachfolgeregelung übernommen. Unter dem Namen Hot Bike Distribution GmbH führen sie den Fachhandel weiter – mit Leidenschaft, Erfahrung und klarer regionaler Verankerung.
Besonderheit: Der Standort Emmendingen wurde zum reinen Cube-Store umgebaut. Die Marke ist einer der führenden Hersteller im deutschsprachigen Raum – und wurde 2023 zur beliebtesten Fahrradmarke Deutschlands gewählt.
Das Geschäftsmodell bleibt vielfältig: Ob Alltag, Reise oder Sport – vom Cityrad bis zum E-Bike bietet HOT.BIKE die passende Lösung. Die Werkstatt bleibt dabei Herzstück und Qualitätsgarant – und bildet auch den Nachwuchs aus.
Mit der Unterstützung der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau konnte die Unternehmensnachfolge solide und zukunftssicher gestaltet werden.

 

Weitere Infos gibt es auf hotbike-shop.de

 

Fotos: Jörg Wilhelm

 

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