Finanzbildung ist mehr als ein Schulfach. Es ist Lebensvorbereitung.
„Einfach anfangen. Auch mit 100 Euro“, denn Finanzbildung ist mehr als ein Schulfach. Es ist Lebensvorbereitung.
764 Schülerinnen und Schüler aus der Region haben beim Planspiel Börse der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau mit virtuellem Startkapital gehandelt. Anna-Maria Alpers und Helena Häringer vom BSZ Waldkirch waren mit dabei. Wir haben mit den beiden 19-Jährigen gesprochen – über ihre Anlagestrategie, was sie aus drei Jahren Finanzbildung mitnehmen und warum Altersvorsorge für sie kein Fremdwort ist.
Ihr habt beim Planspiel Börse mitgemacht – und den dritten Platz im Depotgesamtwettbewerb geholt. Aber das Planspiel ist ja nicht euer erster Kontakt mit dem Thema Finanzen, oder?
Nein, wir machen das seit der elften Klasse, jetzt schon zum dritten Mal. Das ist Teil unseres Kurses „Privates Vermögensmanagement“ an der Schule – kurz PVM. Da lernt man, wo und wie man investieren kann: Aktien, Immobilien, ETFs. Das Planspiel ist eigentlich die praktische Ergänzung dazu – man kann das, was man im Unterricht lernt, direkt ausprobieren, ohne echtes Geld zu riskieren.
Und wie lief es diesmal?
Wir haben uns früh auf eine Aktie konzentriert: ASML Holding. Sind eigentlich zufällig drauf gekommen, aber dann haben wir nach dem Motto „alles oder nichts“ daran festgehalten. Zwischendrin gab es eine Tiefphase – aber wir sind nicht direkt ausgestiegen, sondern haben geschaut, ob es sich wieder erholt. Hat geklappt. Alte Weisheit: Ruhe bewahren.
Was nehmt ihr aus diesen drei Jahren Finanzbildung mit fürs echte Leben?
Dass man nicht mit einem Riesenbetrag anfangen muss. Die 100 Euro Preisgeld, die wir jetzt bekommen haben – damit könnte man ja auch schon anfangen. Es geht darum, überhaupt mal anzufangen. Und vor allem in unserer Generation, wo es mit der Rente nicht mehr so gut aussieht, ist es wichtig, früh anzufangen und sich Gedanken zu machen.
Woher kommt dieses Bewusstsein, von zuhause oder aus der Schule?
Beides. Den grundsätzlichen Umgang mit Geld kriegt man von den Eltern mit. Aber bei konkreten Anlageformen kannten die sich dann auch nicht mehr so gut aus. Deswegen haben wir uns bewusst für den PVM-Kurs entschieden. Jetzt können wir manchmal sogar unseren Eltern Tipps geben. Und wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns bei unserem Lehrer Volker Disch zu bedanken – für drei Jahre PVM-Unterricht und für alles, was er uns auch über den Unterricht hinaus an wichtigen Dingen fürs Leben mitgegeben hat.
„Sparen und Anlegen bedeutet für mich …“
„… Sicherheit. Nicht nur fürs Alter, sondern für alles, was das Leben so mitbringt. Man soll trotzdem jung sein und die Welt entdecken – aber wenn man nebenbei ein bisschen was auf der Seite hat, schläft man einfach ruhiger.“ — Helena & Anna Maria, 19, BSZ Waldkirch