Große Bühne für den Wein
lokal ist neu gedacht. Licht, Glas und alte Fachwerkbalken erzählen im Weinhaus Hiss in Eichstetten von Herkunft und Aufbruch. Andreas und Alexandra Hiss haben den Familienbetrieb mit einem modernen Firmensitz in die Zukunft geführt – als Ort für Verkostungen, Gespräche und Events.
Andreas Hiss hat sich auch nach acht Jahren noch nicht satt gesehen: „Jeden Morgen, wenn ich hier aufschließe und reinkomme, bin ich einfach nur glücklich und stolz auf das, was wir hier geschaffen haben.“ Mit „das“ meint der Winzer seinen Firmensitz, das Weinhaus in der Hauptstraße in Eichstetten. Hier hatte sein Großvater eine Küferwerkstatt, in der er Holzfässer produzierte, Hiss‘ Vater gründete in den 60er Jahren das Weingut Hiss. Und Andreas Hiss hat den elterlichen Betrieb gemeinsam mit seiner Frau Alexandra in die Weinwelt der Zukunft geführt.

Im engen Austausch auch im Barrique-Keller: Andreas Hiss verkostet mit Sparkassenberaterin Lenja Kraft den neuen Jahrgang.
Ein lichtdurchfluteter Bau ist das Weinhaus, die nahezu komplett verglaste Fassade schmücken alte Fachwerkbalken, eine Erinnerung an die Familiengeschichte. „Wir haben hier viel Raum geschaffen, um uns angemessen zu präsentieren und mit Kunden in die Kommunikation gehen zu können“, sagt Hiss. Im zugehörigen Barrique-Keller lagern nicht nur die Weine, hier finden auch Verkostungen und Jahresgespräche mit Stammkunden statt. In den oberen Etagen ist Platz für Events wie Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder Betriebsfeste, das After Work „HochGenuss“ auf der Dachterrasse hat ebenfalls seine Fans gefunden.

Gemacht für Weinproben, gute Gespräche und besondere Momente: der neue Verkostungsraum im Weinhaus Hiss in Eichstetten.
Mit der Idee für das neue Weinhaus hat Andreas Hiss sich lange getragen: „Doch das musste erst mal warten, bis die anderen Schulden so weit getilgt waren, dass neue Investitionen überhaupt möglich waren.“ 2015 schließlich ging es in die konkrete Umsetzung. Nach knapp drei Jahren wurde das Weinhaus Hiss im Juni 2018 eröffnet. „Natürlich haben wir viel gerechnet, überlegt, wie wir den Kredit stemmen, gleichzeitig sind ja auch andere Anschaffungen, beispielsweise im Maschinenpark für den Weinberg nötig, wir haben die Anbaufläche erweitert und weitere Geschäftszweige hinzugenommen“, sagt Hiss. Hierbei hatte er von Anfang an die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau als Partner. „Im Kreditgeschäft ist großes Vertrauen wichtig, deshalb stehen wir immer in engem Austausch“, sagt Hiss‘ Sparkassen-Beraterin Lenja Kraft, „denn auch die schönsten Pläne müssen realistisch und finanziell darstellbar sein.“ Dafür schaut sie gemeinsam mit Hiss auf jedes Detail: Gibt es Fördermöglichkeiten? Welche Besonderheiten müssen berücksichtigt werden? Welche Wünsche hat der Kunde? Etwa Flexibilität durch die Option auf Sondertilgung? „Für Projekte dieser Größenordnung ist uns der enge Austausch mit den Kunden aber auch den weiteren Beteiligten wie dem Steuerberater wichtig, sodass die Lösung optimal zum Kunden passt“, sagt Kraft.
So war es möglich, dass Andreas und Alexandra Hiss einen Ort geschaffen haben, an dem sich nicht nur sie selbst, sondern auch die Kunden wohlfühlen. „Und gerade sieht es sogar so aus, als ob wir den Staffelstab in der Familie weiterreichen können“, sagt Hiss: Einer seiner Söhne studiert bereits Weinbau.
Fotos: Thomas Kunz






