Wann Wärmepumpen als alternative Heizung sinnvoll sind

veröffentlicht am 19. Juni 2022

Die Klimakrise und der Krieg in der Ukraine machen eines deutlich: Heizungen, die nur mit Öl betrieben werden, sind nicht mehr zeitgemäß. Denn sie stoßen erstens viel CO2 aus, und zweitens kann der Ölbedarf zur Abhängigkeit von anderen Staaten und im Krisenfall zu stark steigenden Kosten führen. Alternative Energieformen sind darum noch wichtiger geworden. Wärmepumpen können eine Lösung sein, doch sie sind nicht für jedes Gebäude geeignet.

 

Etwa die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland hängt mit der Wärmegewinnung zusammen. Im Rahmen der Energiewende soll darum künftig in Gebäuden mehr Wärme gespart werden. Viele Immobilien brauchen deshalb einen besseren Wärmeschutz. Der Bedarf an trotzdem noch benötigter Energie soll zunehmend durch erneuerbare Energien gedeckt werden. In diesem Zusammenhang werden ab 2026 reine Ölheizungen nicht mehr erlaubt sein. Alte Ölheizkessel können nur noch dann genutzt werden, wenn das Gebäude nicht mit Fernwärme oder erneuerbaren Energien geheizt werden kann. Auf der Seite der Bundesregierung gibt es dazu mehr Informationen.

Eine Alternative zur herkömmlichen Heizung kann der Einbau einer Wärmepumpe sein. Sie gilt bei sehr vielen Neubauten in der Zwischenzeit als Standard. Aber auch Bestandsimmobilien können unter Umständen umgerüstet werden. Dabei ist es wichtig, dass die Immobilie gut wärmegedämmt ist: Neue Fenster und eine Fassadendämmung zählen hier zu den sinnvollsten Lösungen. Außerdem sind sogenannte Flächenheizungen in der Wohnung oder im Haus besser für die Kombination mit einer Wärmepumpe geeignet als herkömmliche Heizkörper. Das kann eine Wand- oder eine Fußbodenheizung sein.

 

Wie eine Wärmepumpe funktioniert

Die Aufgabe der Wärmepumpe ist es, Wärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder aus der Luft von draußen ins Haus zu transportieren. Das spart Energie – und letztlich auch Heizkosten. Reicht die bestehende Wärme nicht aus, springt ein Heizstab ein. Dieser benötigt aber zusätzliche Energie vom Stromlieferanten. Darum ist es wichtig, dass der Einbau einer Wärmepumpe mit einem Experten individuell geplant wird. Denn nur so lässt sich ausschließen, dass mehr Strom verbraucht wird, als notwendig ist.

Der zusätzliche Energiebedarf führt außerdem dazu, dass die Wärmepumpe an sich noch nicht klimafreundlich ist. Sie unterstützt die Energiewende erst dann, wenn der Energiebedarf durch eine eigene Fotovoltaikanlage oder durch Ökostrom gedeckt wird. Für den Betrieb von Wärmepumpen bieten Energieunternehmen übrigens spezielle Heizstromtarife an.

 

Welche Förderung es gibt

Für den Austausch von Heizungen gibt es Landes- und auch einige kommunale Programme. Hier sollten Sie sich informieren, welche Möglichkeiten Sie haben. Alternativ dazu gibt es die Bundesförderung für effiziente Gebäude. Dazu erfahren Sie mehr beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Dort können Sie auch Ihren Antrag stellen. Auf der Seite von „co2online“ finden Sie einen Fördermittelcheck.

Für den Austausch einer alten Heizung gegen eine neue, die regenerative Energien nutzt, erhalten Hausbesitzer einen Zuschuss von 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Wenn Sie eine Ölheizung ersetzen, kann der Zuschuss höher ausfallen. Trotzdem ist der Einbau einer Wärmepumpe teuer. Der Preis hängt allerdings von den individuellen Gegebenheiten ab. Hinzu kommt: Handwerker haben lange Wartefristen. Mehr dazu hat die Tagesschau recherchiert.

Außerdem hat die Verbraucherzentrale zu vielen technischen Details im Zusammenhang mit Wärmepumpen ausführliche Informationen im Internet veröffentlicht.

 

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