Börsenweisheiten im Check

veröffentlicht am 7. Dezember 2022

Anlagetipps berühmter Investoren gibt es viele. Doch kann man wichtige Finanzentscheidungen anhand von Redewendungen treffen?

 

Besonders in unsicheren Zeiten rücken bei der Suche nach Orientierung bekannte Börsenweisheiten in den Fokus. Welche Lehren sich aus den Bekanntesten wirklich ziehen lassen. Ein paar Beispiele:

 

Lege niemals alle Eier in einen Korb

Der Satz stammt vom berühmten amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Harry Markowitz. Er erforschte im vergangenen Jahrhundert, wie Portfolios aus verschiedenen Anlageklassen zusammengestellt werden müssen, damit die Geldvermehrung langfristig erfolgreich ist. Ein zentraler Grundsatz daraus ist, sein Vermögen nicht nur in Aktien einer Branche oder in eine einzige Anlageklasse, zum Beispiel Anleihen oder Edelmetalle, zu investieren, sondern es breit zu streuen – also nicht alle Eier in nur einen Korb zu legen. Befinden sich die Eier in unterschiedlichen Körben, hält sich der Verlust in Grenzen, wenn einer herunterfällt.

Diversifikation und damit Risikostreuung ist das A und O der Investmentanlage: Mischt man Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien, können Sondersituationen, die zu Verlusten bei der einen Kapitalanlage führen, durch den Erfolg bei den anderen Anlageklassen ausgeglichen werden. Denn die Kurse und Preise der einzelnen Anlagen werden jeweils von unterschiedlichen Faktoren und Rahmenbedingungen beeinflusst. Damit wird Totalverlust sehr viel unwahrscheinlicher.

 

Sell in May and go away, but remember to come back in September

Diese Strategie hat ihren Ursprung in der Tradition der britischen Oberschicht des 17. und 18. Jahrhunderts. Sie ist überholt und kann ignoriert werden. Zwar sind die Börsenkurse in den Sommermonaten im Durchschnitt tatsächlich etwas schwächer, aber noch positiv, sodass langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger auch diese Renditen mitnehmen sollten. Außerdem würden zusätzliche Ordergebühren fürs Kaufen und Verkaufen die Rendite zusätzlich schmälern.

 

Hin und Her macht Taschen leer

So ist es auch nicht zu empfehlen, das Depot immer wieder umzubauen. Wie Studien zeigen führen auch hier Handelskosten dazu, dass Anlegerinnen und Anleger die selten handeln, am besten dastehen. Auch wenn die Handelskosten bei Online-Brokern vernachlässigbar sind – selbst Profis fahren mit häufigem Umbau langfristig selten besser als mit der Buy-and-hold-Strategie:

 

Buy and hold

Kaufen und halten, das kann sinnvoll sein. Wer einen breit streuenden ETF gekauft hat, kann sich erst einmal zurücklehnen und muss sich von Börsenschwankungen nicht gleich nervös machen lassen. Trotzdem kann es sinnvoll sein, einmal im Jahr einen Depot-Check zu machen, um zu prüfen, ob die Gewichtungen im Portfolio noch zur Risikoeinstellung und Lebenssituation passen.

 

The trend is your friend

Diese Börsenweisheit basiert auf der Annahme, dass Kurse von Aktien, die in der Vergangenheit gestiegen sind, wahrscheinlich auch in Zukunft einem Aufwärtstrend folgen werden. Der praktische Ratschlag dahinter lautet, so lange investiert zu bleiben und von steigenden Preisen zu profitieren, bis sich die Vorzeichen ändern und sich der Trend umkehrt. Dann heißt es für Investoren zu verkaufen.

 

Grundregeln

Weisheiten berühmter Investoren hin oder her – einige Tipps sollten Privatanleger bei Geldanlagen

Grundsätzlich beherzigen.

  • Gut informieren: Investieren Sie nur in Geldanlagen, deren Struktur Sie durchschauen – und nur in Aktien von Firmen, deren Geschäftsmodell Sie verstehen.
  • Timing: Stimmen Sie Investments auf Ihren Anlagehorizont ab. Wann benötigen Sie das eingesetzte Kapital wieder, was wollen Sie bis dahin erreicht haben?
  • Breit streuen: Ihr Portfolio sollte unterschiedliche Anlageklassen, Branchen und Laufzeiten umfassen. Fonds eignen sich dazu besonders – hier ist die Diversifikation bereits „eingebaut“.
  • Gesunde Skepsis: Wenn ein Anlagetipp zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist vermutlich genau das der Fall.
  • Verluste begrenzen: Setzen Sie ein Limit, bei dem Sie aus Aktien-Investments aussteigen – zum Beispiel 20 Prozent Verlust.
  • Flexibel bleiben: Einmal im Jahr sollten Sie gemeinsam mit Ihrer Beraterin oder im Berater prüfen, ob Ihr Depot noch zu Ihrer Lebenssituation, Ihren Zielen und Wünschen passt.

 


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