Werte-Gemeinschaft

veröffentlicht am 22. März 2022

lokalist im Einsatz. Die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau ist dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Emmendingen seit vielen Jahren eng verbunden. Zwei Organisationen, die gemeinsame Werte und Ziele teilen: Verantwortung für die Region zu übernehmen.

 

Seit Jahren unterstützt die Sparkasse Freiburg in vielfältiger Weise die Arbeit des DRK-Kreisverbandes Emmendingen. Kürzlich konnte dank der Spende neue Technik für den Notarztwagen angeschafft werden, die Leben rettet und die Arbeit erleichtert. Ohne Spenden und Ehrenamt sei die Arbeit des DRK nicht zu stemmen. Das gilt besonders in der aktuellen Coronakrise. Darüber sprachen wir mit Alexander Breisacher, dem Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbands in Emmendingen, und mit Dr. med. Axel Mann, einer von 14 Leitenden Notärzten im Landkreis.

 

lokalist | Was bedeuten Spenden für das DRK vor Ort?

Alexander Breisacher » | Sehr viel. Wir stehen immer wieder vor der Problematik, dass wir soziale Projekte umsetzen möchten, diese aber nicht komplett selbst finanzieren können. Speziell in den Bereichen Bevölkerungsschutz und Sozialarbeit ist die Refinanzierung schwierig. Vieles können wir nur dank unserer Fördermitglieder und großzügiger Spenden bewältigen.

 

lokalist | Die Sparkasse ist eine ihrer zwei „Hausbanken“ …

Breisacher » | … und zwar schon ziemlich lange! Die Sparkasse ist von hier. Wir wickeln einen Großteil unseres Geldgeschäftes über die Sparkasse ab, auch Finanzierungen. Vertrauen und der Kontakt mit echten Menschen sind da extrem wichtig. Und zum anderen: Wir teilen Werte wie die Gemeinwohlorientierung. Das passt einfach.

 

Symbolische Übergabe: Matthias Hirschbolz, stellv. Vorstandsmitglied und Regionaldirektor Nördlicher Breisgau überreicht den Spendenscheck über 3.000 Euro an DRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Breisacher. Marc Winsheimer, Leiter des Referats Gesellschaftliches Engagement bei der Sparkasse, übergibt symbolisch das EKG in welchem das neue Modul verbaut wurde an Notarzt Dr. med. Axel Mann.

 

lokalist | Was sind aktuell die größten Herausforderungen für das DRK?

Breisacher » | Im Hauptamt macht uns derzeit Fachkräftemangel zu schaffen, speziell beim Ambulanten Pflegedienst und im Rettungsdienst. Da müssen wir sicher auch als Arbeitgeber noch attraktiver werden.

 

lokalist | Und im Ehrenamt?

Breisacher » | Da ist es ähnlich: Auch dort müssen wir attraktive Angebote machen, so dass Menschen sich gerne bei uns engagieren. Gerade im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, der überwiegend von Ehrenamtlichen geleistet wird, muss eine verlässliche Finanzierung sichergestellt werden. Es kann nicht sein, dass unsere Helferinnen und Helfer über Papiersammlungen oder Würstchenverkauf dringend benötigte Schutzausrüstung, Ausbildungen oder Fahrzeuge finanzieren müssen.

 

lokalist | Wie wollen sie das hinbekommen?

Breisacher » | Wir müssen auf allen Ebenen immer wieder für unsere Anliegen werben und gleichzeitig aber auch vor Ort in den Gemeinden gute Arbeit leisten, die dann von der Bevölkerung und Politikern auch wahrgenommen wird. Dazu brauchen wir einerseits engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Und natürlich finanzielle Unterstützung. So wie für das jetzt neu angeschaffte Zusatzmodul für das EKG-Gerät im Notarzteinsatzwagen.

 

lokalist | Welchen Nutzen hat das Gerät?

Dr. med. Axel Mann » | In kritischen Situationen geht es oft um Sekunden. Intensivpatienten müssen mit äußerster Sorgfalt kontinuierlich überwacht werden. Allein schon eine Lageveränderung des Patienten kann sich gravierend auf den Kreislauf auswirken. Eine „normale“ Blutdruckmessung mittels Manschette kann eine kritische Situation des Kreislaufes nur verzögert und ungenau widerspiegeln. Mit Hilfe des Moduls können wir viel schneller reagieren und lebenswichtige Körperfunktionen stützen. Das Zusatzgerät kostet 3.500 Euro.

 

Das neue Zusatzmodul im EKG ermöglicht die lückenlose Überwachung von Atmung und Kreislauf.

 

lokalist | Wo wird es eingesetzt?

Mann » | Im Notarzteinsatzfahrzeug in Emmendingen und damit vor allem bei der Verlegung von Emmendingen in die Uniklinik Freiburg oder nach Bad Krozingen. Wir verlegen seit Jahren Intensivpatienten aus den regionalen Krankenhäusern in ein Zentrum der Maximalversorgung. In einem Kreiskrankenhaus gibt es fachlich wie auch medizintechnisch Grenzen. Gerade bei den aktuell nötigen Corona-Verlegungen ist das Gerät sehr wichtig. Es geht um beatmungspflichtige Intensivpatienten, die wir in die Uni-Klinik verlegen müssen, weil sie nur dort mit der „künstlichen Lunge“, der ECMO, weiterbehandelt werden können.

 

lokalist | Das ist eine sehr hohe Herausforderung für Notfallsanitäter und Notarzt?

Mann » | Ja. Diese Menschen sind maximal instabil und am Rande der Leistungsfähigkeit der lebenswichtigen Funktionen. In der Vergangenheit hatten wir diese Aufgabe erfüllt, indem wir die Geräte der Intensivstation ausgebaut und während des Transportes am Patienten belassen und mitgeführt hatten. Dies ist mit einem erheblichen Umstand und Zeitverlust behaftet.

 

Spenden helfen retten

Eine Spende an den DRK-Kreisverband Emmendingen kommt direkt vor Ort an und sichert die Finanzierung von technischer und medizinischer Ausrüstung.
Infos unter drk-emmendingen.de

Finanziert wird das DRK von seinen Millionen Mitgliedern und durch regelmäßige Spenden, nicht zuletzt aber auch von der Bundesregierung, den Ländern und Kommunen. Sie stellen zweckgebundene Mittel für Aufgaben bereit, die im öffentlichen Interesse liegen.

Ein weiterer Teil der Finanzierung erfolgt durch Kostenerstattung der gesetzlichen Sozial- und Krankenversicherungsträger. Trotz dieser Finanzierung ist das Rote Kreuz aber keine staatliche Organisation und ohne den Einsatz der vielen freiwilligen Helfer wäre seine Existenz nicht gesichert.

 

Fotos: Raphael Pietsch, RAP-Media

 

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