Die schönsten Inseln Europas

veröffentlicht am 19. Juli 2022

Es muss nicht immer ein Langstreckenflug sein, um schöne Sandstrände oder malerische Landschaften zu erreichen. Viele Trauminseln können innerhalb von wenigen Flugstunden und mit einem kleinen Budget bereist werden. Wir stellen Ihnen vier europäische Inseln vor und geben Ihnen Tipps für spektakuläre Ausflugsziele.

 

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Blick vom höchsten Gipfel Madeiras, dem Pico Ruivo.

 

Madeira – eine Blumeninsel mitten im Atlantik

Die portugiesische Insel Madeira ist eine grüne Oase inmitten des Atlantischen Ozeans. Hier erwartet Sie eine umwerfende Naturlandschaft mit bizarren Felsformationen, tropischen Wäldern, rauschenden Wasserfällen sowie eine außergewöhnliche Flora und Fauna.

Auf Madeira erlebt man in der Regel keinen typischen Strandurlaub, denn die Küste der Vulkaninsel besteht vorwiegend aus steilabfallenden zerklüfteten Felsen; klassische Sandstrände gibt es hier nur wenige. Da das Wetter das ganze Jahr hindurch angenehm mild ist, bietet sich die Insel ganzjährig als wunderbares Reiseziel zum Wandern an. Das Wanderwegenetz auf 1300 km Länge ist sehr gut ausgebaut und von den hochgelegenen Aussichtspunkten haben Sie eine wunderschöne Sicht über die gesamte Insel. Den atemberaubendsten Blick bietet aber der Pico Ruivo im Landesinneren, der mit seinen 1862 Metern der höchste Berg Madeiras ist und majestätisch über der Insel thront.

Auf den herrlichen Wanderwegen können Sie ganz nebenbei das einzigartige Naturschauspiel der Insel bewundern. Denn der Beiname „Blumeninsel“ kommt nicht von ungefähr: Madeira verfügt über zahlreiche Pflanzenarten wie Hyazinthen, Agaven und Flamingoblumen, die ein spektakuläres Schauspiel aus Farben und Gerüchen präsentieren.

Ebenso sehenswert sind das artenreiche Hochmoor Paul da Serra, die Flusslandschaft des Ribeira da Janela Tals, der Queimadas Waldpark und die historischen Bewässerungskanäle, sogenannte Levadas. Auch der Besuch des charmanten Fischerdorfes Câmara de Lobos und der Hauptstadt Funchal mit der Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert, dem idyllischen Hafen, dem Botanischen Garten und den großartigen Restaurants lohnt sich. Hier können Sie neben der einheimischen Hafenküche den landestypischen Likörwein genießen, für den Madeira weltweit bekannt ist.

 

Blick auf die wunderschöne Altstadt von Bonifacio.

 

Korsika – die Insel der Schönheit

Steile Felsen, die ins türkisfarbene Meer abfallen, traumhafte weiße Sandstrände, soweit das Auge reicht, pulsierende Hafenstädte, charmante Bergdörfer – das ist Korsika, das ist die Insel der Schönheit.

Auf Korsika finden Naturfreunde, Strandliebhaber und Abenteuerlustige gleichermaßen Erfüllung.
Wer zunächst etwas über die Geschichte der französischen Mittelmeerinsel erfahren möchte, stattet am besten der Hauptstadt Ajaccio einen Besuch ab. Die historische Hafenstadt ist mit knapp
70 000 Einwohnern die größte Stadt auf der Insel und der Geburtsort von Napoleon Bonaparte. Begeben Sie sich auf die Spuren des ehemaligen französischen Kaisers! Eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die alte Zitadelle, von der Sie einen grandiosen Ausblick auf das historische Hafenviertel genießen können.

Neben Ajaccio gilt auch Bastia als wichtiges wirtschaftliches Zentrum der Insel. Die beschauliche Stadt auf der Halbinsel Cap Corse ist wegen ihres geschichtsträchtigen Hafens bekannt, der von einem malerischen Viertel mit kleinen Gassen, Cafés und Restaurants umrahmt wird.

Da die Mittelmeerinsel größtenteils ein Naturschutzgebiet ist, können Sie zahlreiche interessante Wanderrouten entdecken oder gewagte Klettertouren über einen der mehr als 120 Gipfel unternehmen. Diejenigen, die es auf den Gipfel des höchsten Berges der Insel schaffen (der Monte Cinto ist 2706 Meter hoch), werden mit einem unvergleichlichen Rundumblick über Korsika belohnt.

In Calvi und Porto Veccio kommen Strandliebhaber voll auf ihre Kosten. Kilometerlange Sandstrände mit romantischen Buchten laden zum Baden und Erholen ein. Eine Bootstour vom Hafen Bonifacios zu den Lavezzi-Inseln ist für Taucher ein Muss. Hier gibt es eine einmalige Unterwasserwelt zu entdecken – ein wahres Paradies für Taucher.

 

Ein beliebtes Ausflugsziel: die Schmugglerbucht am Strand von Navagio.

 

Zakynthos – die Perle im Ionischen Meer

Die südlichste der Ionischen Inseln, zu denen auch Korfu und Kefalonia gehören, beeindruckt mit malerischen Buchten, spektakulären Steilküsten und saftigem Grün.

Wer Urlaub auf Zakynthos macht, kommt nicht an einem Besuch der Schmugglerbucht am Strand von Navagio vorbei. Nicht nur das dort 1980 gestrandete Schiffswrack, auch die 200 Meter aufragende Steilküste bieten einen spektakulären Anblick genauso wie die Blauen Grotten am Kap Skinari mit ihren faszinierenden Lichtspielen.

Neben dem Strand von Navagio warten weitere schöne Strände auf alle Sonnenanbeter. Im Süden der Insel befindet sich zum Beispiel die traumhafte Bucht von Laganas. Taucher und Schnorchler
können sich an der bunten Unterwasserwelt erfreuen und dabei die vielfältige unterirdische Flora und Fauna entdecken.

Die heimlichen Stars der Insel sind aber die Karett-Meeresschildkröten, die entlang der südlichen Küste ihre Eier im Sand ablegen. Der 135 km² große Nationalpark, in dem die Tiere einen Teil des Jahres leben, dient den streng geschützten Meeresschildkröten als Rückzugsgebiet.

Besonders empfehlenswert ist ein Ausflug in die im venezianischen Stil erbaute Hauptstadt
„Zakynthos Stadt“. Im wichtigsten Handelszentrum der Insel finden Sie zahlreiche Geschäfte, Tavernen und Sehenswürdigkeiten wie das Byzantinische Museum, die Zitadelle und die Agios-Dionysios-Kirche, die als Wahrzeichen der Stadt gilt.

Den ursprünglichen Charakter der Insel begreift man aber erst so richtig, wenn man dem kleinen Bergdorf Loucha einen Besuch abstattet. Loucha wurde größtenteils von dem Erdbeben im Jahre 1953 verschont und erscheint nun mit seiner historischen Architektur wie ein verzaubertes Dorf, in dem die Zeit stehengeblieben ist.

 

Einfach märchenhaft: der Old Man of Storr.

 

Isle of Skye – die Insel des Nebels

Als größte Insel der Inneren Hebriden vereint Skye eine einzigartige Landschaft mit historischen Sehenswürdigkeiten, die jeden Besucher in ihren Bann ziehen.
Skye, von den Einwohnern auch „Insel des Nebels“ genannt, ist über eine Autobrücke mit Schottlands Westküste verbunden. Ihren Beinamen trägt die Hebrideninsel nicht umsonst, hängen doch an den Bergen oft Wolken, die für reichlich Regen und Nebel sorgen, was der Schönheit Skyes jedoch keinen Abbruch tut.

Die abwechslungsreiche Landschaft ist einmalig: Im Süden ragen schwarze und rote Berge, die sogenannten Cuillins, scharfkantig in den Himmel – knapp 1000 Meter hoch ist der höchste Gipfel. Dazwischen immer wieder Täler, sanfte Hügel und Seen wie das Loch Coruisk.

Im Norden dagegen finden Sie kunstvoll geschliffene Berge mit weichen und manchmal bizarren Formen: die MacLeods mit ihren abgeflachten Gipfeln, der buckelige Quiraing oder die Felsnadel Old Man of Storr. Auch das magische Tal Fairy Glen, das glasklare Wasser der Fairy Pools oder der Landesvorsprung Neist Point werden Sie verzaubern.

Neben der beeindruckenden Landschaft zeichnet sich Skye durch seine bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten aus. Portree, der Hauptort der Insel, liegt an einer geschützten Bucht im Nordosten und ist bekannt für seine kunterbunten Häuser direkt am Hafen.

Das Dunvegan Castle, der Stammsitz des alten Inselclans MacLeod, ist mit seinen wunderschönen Gärten ein weiteres Highlight der Insel. Und auch Whisky-Liebhaber kommen selbstverständlich auf ihre Kosten: Auf Skye ist der rauchige Talisker Whisky beheimatet. Bei einer Führung in der Destillerie im Örtchen Carbost können Sie das schottische Nationalgetränk verkosten. Slàinte mhath!

 

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