Eine neue Finanzlage für viele – und wie wir darauf reagieren können

veröffentlicht am 3. November 2022

Das Vermögensbarometer zeigt: „Auskommen mit dem Einkommen“ ist für die deutliche Mehrheit der deutschen Privathaushalte das Motto der nächsten Jahre. Dieser Druck kommt auch in der Mittelschicht an, die bisher vergleichsweise gut über die Runden gekommen ist und nicht von staatlichen Transferleistungen abhängig war.

 


„Modernes Sparen kann auch darin bestehen, wirtschaftlich lohnende Investitionen in energetische Modernisierungen vorzunehmen. Die Sparkassen sind bereit, solche Maßnahmen umfassend zu finanzieren.“

Helmut Schleweis, Präsident Deutscher Sparkassen- und Giroverband


 

Die Reaktion:

Die Menschen halten ihr Geld zusammen. Rund zwei Drittel der Befragten verzichten in ihrem Alltagsleben auf früher übliche Ausgaben. Gerade bei den Jüngeren (14- bis 29-Jährigen) gaben rund zwei Drittel an, aufgrund der aktuellen Lage mehr zu sparen. Die Wünsche für den Vermögensaufbau bleiben laut Vermögensbarometer weiterhin Sicherheit, Flexibilität und eine hohe Rendite. Aktien, Fonds, Sparbuch und Renten- sowie Lebensversicherungen zählen zu den favorisierten Anlagen.

Gleichzeitig machen sich deutlich mehr Menschen Sorgen um ihre Altersabsicherung – ob sie reicht, und ob sie sie erhalten können. Hier geht es wesentlich darum, das Erreichte zu schützen.

 

Achtung Zinsänderung:

Die EZB wird voraussichtlich in diesem Jahr noch weitere zwei Zinsschritte „nach oben“ machen. Das heißt für Kundinnen und Kunden:

  • Spareinlagen werden tendenziell wieder attraktiver. Allerdings sollten sich Sparer angewöhnen, mit dem Realzins zu rechnen. Bei zehn Prozent Inflation und beispielsweise zwei Prozent Nominalzins läge der reale Zinssatz bei minus acht Prozent. Das ist deutlich schlechter als in früheren Negativzinszeiten. Deshalb bleibt Wertpapiersparen weiter eine wichtige Option, Vermögen in kleinen Schritten und langfristig aufzubauen.
  • Der Traum vom Eigenheim bleibt. Rund ein Viertel (26 Prozent) der Menschen zwischen 20 und 50 Jahren plant den Erwerb von Wohneigentum. Von denen, die keinen Erwerb planen, geben mehr als die Hälfte (53 Prozent) mangelndes Eigenkapital als Grund an. Auch die steigenden Zinsen rücken den Traum für viele Normalverdiener in weite Ferne.

Immobilienfinanzierungen sind daher – auch bei Sparkassen – zuletzt spürbar eingebrochen. Dabei gibt es noch so viel zu tun: Wer schon eine Immobilie besitzt, steht vor der Aufgabe, energieeffizient zu sanieren – und dies betrifft fast alle. Rund 30 Millionen Wohnimmobilien in Deutschland sind über 30 Jahre alt. Allein aus Gründen des Klimaschutzes muss die jährliche Sanierungsrate verdoppelt werden.

Bisher sagen zwar erst 21 Prozent der Eigentümer von nicht sanierten Gebäuden, dass sie eine solche Sanierung in den nächsten Jahren planen. Aber das Bewusstsein für die Notwendigkeit zu sanieren steigt. Im Juli lag dieser Anteil mit 15 Prozent deutlich niedriger. Ein positiver Trend.

 

Umparken im Kopf:

Bei Sanierungen sind die Teilabschnitte der Kredite kleiner als bei Neubauten oder Eigenheimkauf. Doch die Fallzahlen sind höher. Und die Gesamtsumme der zu finanzierenden Sanierungen lag nach Berechnungen der Finanzgruppe 2021 bei einer Billion Euro. Wenn die Sparkassen-Finanzgruppe daran „ihren“ bisherigen Marktanteil zu sich holt, sind das 300 Milliarden Euro Finanzierungsvolumen. Oder mehr – denn die Preise sind ja gestiegen.

 


Unsere These zum Vermögensaufbau durch Immobilien:
Die energetische Sanierung ist die Baufinanzierung der nächsten Jahre.


 

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