Nicht zu lange warten!

veröffentlicht am 1. März 2024

lokal  ist zielstrebig. Frauen haben in der Sparkasse gute Chancen, Karriere zu machen. Und sollten sie ergreifen! – rät Claudia Löffler. Die 44-Jährige leitet den Bereich Vertriebsmanagement der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau. Ein Interview über Chancen, Herausforderungen und den Weg zu mehr Frauen in Führungspositionen.

 

Claudia Löffler, 44 Jahre, leitet seit 2023 den Bereich Vertriebsmanagement in der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, zuvor arbeitete sie vier Jahre als Führungskraft mit 8 Mitarbeiterinnen in der Sparkasse Staufen-Breisach.

 

Sie leiten einen Unternehmensbereich der Sparkasse mit 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sind sie am beruflichen Ziel angekommen?

Claudia Löffler » | Mein eigener Weg war immer geprägt von dem Wunsch, mich weiterzuentwickeln und offen für verschiedene Aufgaben zu sein. Meine Motivation geht über persönlichen Karriereerfolg hinaus. Ich will etwas bewegen können – und das ist ja etwas, was mich mein ganzes Berufsleben begleiten wird. Also, nein, ich bin nicht am Ziel angekommen.

 

Je höher der Rang, desto niedriger der Frauenanteil – hinkt die Sparkasse hinterher?

» | Das ist mir eine zu negative Sichtweise. Drehen wir das doch mal um: Derzeit haben wir bei uns eine Frau als stellvertretende Vorständin. Auf der zweiten Ebene sind es dann schon genau ein Drittel weibliche Führungskräfte, auf der dritten Ebene 19 und auf der vierten Ebene 40 Prozent.

 

Und das bedeutet?

» | In den letzten Jahren wurden bundesweit viele Initiativen gestartet, um Frauen in unserer Organisation zu fördern. Das zeigt nun Ergebnisse, aber natürlich sehe ich da noch Luft nach oben. Frauen bringen neue Perspektiven mit ein und können so in der Sparkasse eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Zukunft spielen. Sie haben hier gute Chancen. Und sie sollten sie ergreifen!

 


„Frauen haben in der Sparkasse gute Chancen. Und sollten sie ergreifen!“


 

Was können Sparkassen für einen besseren Anteil von Frauen in Führung tun?

» | Eines vorweg: Ich erlebe persönlich, dass wir weiblichen Führungskräfte den gleichen Stellenwert haben wie unsere männlichen!
Für mehr Frauen in Führungspositionen würde aber helfen, wenn sich z.B. Jobsharing in Führungspositionen etablieren würde. Gerade für die Familienzeit ein enormer Mehrwert für beide Seiten. Oder eine Mentoring-Programm innerhalb der Sparkasse, um weibliche Talente bei ihrer beruflichen Entwicklung und Führungsfähigkeit zu stärken.

 

Was halten Sie von Quoten?

» | Die können sinnvoll sein und helfen, dass ein hoher Frauenanteil in Führungspositionen selbstverständlicher wird. Generell sollte Kompetenz und Qualifikation Bedeutung haben, nicht das Geschlecht. Aber dass bei der Sparkasse immer mehr Frauen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des Unternehmens spielen, liegt zu einem großen Teil auch am inneren Antrieb der Frauen. Frauen zeigen sich stärker und erkennen, dass ihre Art und Herangehensweise einen Wert hat.

 

 

Und er wird zunehmend auch wertgeschätzt?

» | So sehe ich das. Frauen müssen ihre eigene Stärke erkennen und für ihre Ziele einstehen.
Ich selbst war stets offen für neue und spannende Aufgaben, habe mich durch das übernehmen von Verantwortung auch in einer Führungsposition weiterentwickelt.
In meiner Familienzeit habe ich Teilzeit gearbeitet, aber das hat mich nicht davon abgehalten, meine beruflichen Ziele zu verfolgen. Es fällt mir auf, dass die beruflichen Entscheidungen von Frauen oft durch das Thema Familie beeinflusst werden. Dabei ist es schon lange kein Widerspruch mehr, eine erfolgreiche Frau und fürsorgende Mutter zu sein. Gut, dass sich das langsam rumspricht.

 

Worauf legen Sie besonderen Wert bei Ihrem Führungsstil?

» | Mein Führungsstil ist geprägt von einem wertschätzenden und vertrauensvollen Miteinander. Ich gebe gerne den Raum, den jedes Teammitglied für eigenverantwortliches Arbeiten braucht, und sehe mich als Unterstützer bei der Erreichung von Zielen.
Ich denke aktiv darüber nach, wie ich Frauen in meiner Abteilung und meinem Umfeld noch besser unterstützen kann.

 


„Frauen in der Sparkasse können eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Zukunft spielen.“


 

Was raten Sie jungen Frauen in Ihrer Abteilung?

» | Das gilt generell: Frauen sollten nicht warten, bis sie gesehen werden, sondern müssen sich selbstbewusst mit ihren Wünschen äußern.

 

Wie zum Beispiel?

» | Dazu gehört, sich in Meetings zu zeigen, Verantwortung für Projekte übernehmen. Und auch offen den Wunsch nach Verantwortung und auf eine Führungsaufgabe kommunizieren. Dazu kann ein Netzwerk helfen.
Bei Entwicklungswünschen im gleichen Unternehmen sollte neben dem eigenen Vorgesetzten auch ein Austausch mit der Personalentwicklung oder eben einem Mentor stattfinden.
Und je nach Familienphase gehört es auch dazu, in die Fürsorgeaufgabe die Väter stark mit einzubeziehen. Über allem aber steht: Ich muss mein Ziel und meine Wünsche kennen!

 

Fotos: Wilhelm Media/Jörg Wilhelm

 

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