„Wir erleben einen Boom“

veröffentlicht am 19. Juli 2023

Bausparverträge erleben aktuell ein Comeback. Viele haben nämlich erkannt, dass man sich damit die Zinsen sichern kann trotz aktueller Entwicklungen. Stefan Siebert, Vorstandsvorsitzender der LBS Landesbausparkasse Südwest, spricht im Interview über den Bausparboom und die Zinswende.

 

lokalist | Herr Siebert, bekommen Sie bei der LBS Südwest den neuen Bausparboom zu spüren?

Stefan Siebert » | Viele Jahre kannte der Zins nur eine Richtung: nach unten. Damals haben sich natürlich viele Menschen gefragt, ob Bausparen eine Zukunft hat. Heute, nach dem schnellen und steilen Zinsanstieg der letzten anderthalb Jahre, zeigt sich, dass diejenigen, die einen Bausparvertrag abgeschlossen haben, alles richtig gemacht haben. Wer das verpasst hat, holt es heute nach. 

 

Weil die Darlehenszinsen bei der LBS deutlich unter denen am Markt liegen?

» | Tatsächlich erleben wir einen kleinen Boom. Der Bausparvertrag entfaltet wieder seinen bewährten Kernnutzen: Absicherung gegen steigende Zinsen durch ein bis zur letzten Rate zinssicheres Bauspardarlehen.

 

Stefan Siebert ist Vorstandsvorsitzender der LBS Landesbausparkasse Südwest mit Sitz in Stuttgart. Der gebürtige Breisgauer lebt in Kenzingen und ist für die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau ein guter alter Bekannter.

 

Der Wohnungsbau ist fast zum Erliegen gekommen, weil sich viele Menschen Sorgen um die Finanzierbarkeit ihres Wohntraumes machen.

» | Stimmt, der Weg ins Eigenheim ist durch den Zinsanstieg und Inflation schwieriger geworden. Umso wichtiger ist es, mit regelmäßigem Sparen und dem Aufbau von Eigenkapital anzufangen. Der zweite, wichtige Grund  für die hohe Nachfrage nach Bausparverträgen: In den kommenden Jahren werden auf die meisten Immobilieneigentümer energetische Modernisierungen zukommen. Viele Kunden schließen deswegen einen Bauspar-vertrag ab, sozusagen als Versicherung für die Zukunft.

 

Ohne Neubau werden wir nicht auskommen.

» | Das ist richtig. Aktuell bauen wir viel zu wenig. Das wird sich kurzfristig nicht umkehren lassen. Aber wenigstens die Weichen dafür müssten jetzt gestellt werden: Die Bauindustrie muss stärker rationalisieren, damit die Baukosten sinken. Die Kommunen sollten großzügiger Bauland bereitstellen. Und der Staat könnte seine auf höchste Energiestandards zielende Wohnbauförderung etwas lockern und aufstocken. Außerdem sollten für eine gewisse Zeit die vielen Vorschriften und Baustandards gelockert werden.

 


Wir beraten Sie gerne!
Die Berater:innen der LBS und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau kennen sich nicht nur mit Bausparverträgen aus, sondern mit dem gesamten komplexen Finanzierungsmix, inklusive öffentlicher Fördermittel. Sprechen Sie uns an!

 

Foto: LBS

 

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