Vorsicht, Stromfresser!

veröffentlicht am 22. November 2021

Die Preise für Energie steigen. Wer darum Strom spart, senkt seine Kosten. Zusätzlich unterstützt man damit den Klimaschutz. Lesen Sie hier, wo die Energiefresser im Haushalt sind, und wie Sie ganz einfach Strom sparen.

 

Die Mikrowelle, der Fernseher, der Computer und natürlich das Smartphone: Sie alle sind ohne Strom sinnlos. Doch müssen diese und andere Geräte 24 Stunden am Tag mit Energie versorgt werden? Wer sich bewusst dagegen entscheidet, steht häufig vor einem Problem. Denn manche Geräte lassen sich gar nicht mehr ganz ausschalten. Sie sind im Stand-by-Modus jederzeit verfügbar. In diesen Fällen helfen oft Mehrfachsteckdosen mit einem Kippschalter. Damit kann man beispielsweise den Fernseher auch dann bequem vom Strom trennen, wenn das bei dem Gerät gar nicht vorgesehen ist.

 

Weitere Beispiele mit Stromeinsparpotenzial

Die Mikrowelle. Dort ist zwar eine Uhr eingebaut. Wer auf sie verzichtet, kann nach der Nutzung aber einfach den Stecker ziehen. Schließlich braucht die Mikrowelle nur dann wirklich Strom, wenn sie auch benutzt wird.

Untertischgeräte in Küche und Bad. In Räumen mit nur Kaltwasseranschluss erwärmen diese kleinen Boiler das Wasser und halten eine kleine Menge Warmwasser vorrätig. Dazu heizen sie regelmäßig – beispielsweise auch nachts, wenn üblicherweise gar kein warmes Wasser benötigt wird. Mit einer steuerbaren Steckdose lässt sich einstellen, dass ein Untertischgerät zum Beispiel nur zwischen 8.30 Uhr und 20 Uhr ans Stromnetz angeschlossen ist. Das sind dann 11,5 statt 24 Stunden, in denen das Gerät Strom verbraucht.

Lampen. Wer noch energiesparende Leuchtmittel oder möglicherweise sogar Glühbirnen in seinen Lampen hat, sollte diese nach und nach durch LED ersetzen. Sie sind zwar deutlich teurer in der Anschaffung. Dafür halten sie sehr lange und verbrauchen sehr wenig Strom.

Laptop, Tablet und Smartphone. Muss man wirklich 24 Stunden am Tag online sein? Auch wenn man schläft? Wer sich dafür entscheidet, seine Geräte nachts auszuschalten, spart Strom, weil der Akku nicht ständig geladen werden muss.

Backofen, Waschmaschine, Kühlschrank. Gibt eines der großen Haushaltsgeräte den Geist auf, muss ein Neues her. Hier ist es sinnvoll, sich für die höchste Energiesparstufe zu entscheiden. Seit 1. März 2021 gibt es neue Energiesparlabel, die von A bis G reichen. Geräte mit der Auszeichnung A verbrauchen am wenigsten Strom. CO2online hat darüber ausführlich berichtet und bietet zusätzlich einen Stromsparrechner auf der Internetseite an.

 

Selbst Strom erzeugen – auf dem Balkon

Noch mehr Strom können Sie sparen, wenn Sie ihn mithilfe der Sonne selbst herstellen. Das geht auch ohne große Photovoltaikanlage auf dem Dach – und sogar als Mieter. Sie können nämlich kleine Photovoltaikanlagen für den Balkon kaufen und müssen diese nur in die Steckdose stecken, um die Sonnenenergie zu nutzen. Diese Geräte findet man unter den Namen Balkonmodul, Mini-Solaranlage, Plug & Play-Solaranlage oder Balkonkraftwerk. Die Verbraucherzentrale hat zu diesen Stromerzeugern mehr Infos ins Netz gestellt – siehe Link.
Allerdings gibt es dabei einen Haken: Wer die Paneele beispielsweise ans Balkongeländer hängen möchte, braucht als Mieter die Genehmigung des Vermieters. In einer Eigentümergemeinschaft ist sogar deren Zustimmung nötig. Außerdem muss geklärt werden, wer die Kosten bei einem Schaden trägt – beispielsweise nach einem Sturm. Als Mieter sollte man also die Anlage so versichern, dass mögliche Schäden von der Versicherung übernommen werden. Übrigens: Mieter, die tagsüber nicht zuhause sind, sollten darauf achten, dass der Sonnenstrom von ihren Balkonmodulen gespeichert werden kann. Denn sonst haben sie keine spürbare Entlastung durch die Mini-Anlagen.

 

Wie man außerdem Stromkosten spart

Strom sparen Sie zwar nicht, wenn Sie den Stromanbieter wechseln – aber günstiger kann ein Wechsel trotzdem für Sie werden. Wenn Sie sich dann auch noch für einen Ökostromtarif entscheiden, unterstützen Sie dazu das Klima. Check24, Verivox, Switchup oder Cheapenergy sind Internetplattformen, auf denen Sie Stromanbieter vergleichen können.

 

Teaserbild

Innovative Lösungen von Sparkassen und Kommunen in Immobilienfragen: Wenn alles feststeckt – müssen dann wieder die Sparkassen ran? Wir sind doch schließlich Spezialisten fürs Eigenheim, aber nicht für die Lösung der Wohnungspolitik im ganzen Land. Trotzdem: Wir sagen „Ja“.   Ja, denn unsere Kundinnen und Kunden…

Mehr lesen

Teaserbild

Die Durchschnittswohnung in Deutschland hat eine Größe von 92 Quadratmetern. Pro Kopf liegt die Wohnfläche bei 47,7 Quadratmetern und ist in den vergangenen Jahren tendenziell angestiegen – mit einem leichten Knick in den Jahren 2015 und 2016 aufgrund starker Zuwanderung. Trotzdem klingt das erst mal schön üppig.  …

Mehr lesen

Teaserbild

Wer vom „Wohnen“ spricht, denkt oft an „Immobilienerwerb“. Doch rund jeder Zweite in Deutschland wohnt zur Miete. Für manche ist es äußerst schwierig, ins Eigentum kommen. Passender Wohnraum ist knapp, Mieten und Nebenkosten steigen. Im folgenden Faktencheck zeigen wir auf, wie Wohnen bezahlbar bleiben kann.    …

Mehr lesen

Teaserbild

Lange hat man wenig über Indexmieten gehört. Doch mit der steigenden Inflation wurde häufiger über diese Vertragsmodelle gesprochen. Wo liegt der Zusammenhang? Und welche Vor- und Nachteile haben Indexmieten?   Solange die Inflation niedrig war, waren Indexmieten für Mieter kein Problem. Weil die Miethöhe bei der Indexmiete an…

Mehr lesen

Teaserbild

Seit Januar 2023 ist der Zuschuss doppelt so hoch, außerdem wurden die Einkommensgrenzen angehoben. Was man zum Wohngeld wissen sollte und wie es sich berechnet.   Mit der Wohngeldreform hat sich zu Beginn des Jahres einiges geändert, sodass das eingeführte Wohngeld plus etwa doppelt so hoch ausfällt und…

Mehr lesen

Teaserbild

Wird im Erbfall ein größeres Vermögen übertragen, „erbt“ unter Umständen der Fiskus mit – in Gestalt der Erbschaftsteuer. Vermeiden oder zumindest abmildern lässt sich das durch frühzeitige Schenkungen.   Wer Vermögen unentgeltlich erwirbt, also erbt oder geschenkt bekommt, muss Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer zahlen. Allerdings nur, wenn der Wert…

Mehr lesen