Was ist der DAX? #einfachmalschlaumachen

veröffentlicht am 19. Oktober 2021

Der DAX, ein Tier? Ein Twitteraccount? Falsch! Sie wissen es sicher: DAX steht für “Deutscher Aktienindex”. Was aber genau ist ein Aktienindex, welche Unternehmen gehören zum DAX und wie können Sie mit dem DAX sparen? Das alles lesen Sie hier.

 

Was ist der DAX?

Das Barometer der Deutschen Wirtschaft in drei Buchstaben. DAX ist die Abkürzung für “Deutscher Aktienindex”. Dem deutschen Leitindex gehören die 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands an. Er ist das weltweit bekannteste Marktbarometer für die deutsche Wirtschaft.

Der DAX ist ein Performance-Index. Er bildet den gewichteten Durchschnitt der Kursentwicklungen aller enthaltenen Unternehmen ab. Warum gewichtet? Je nach Größe werden die Unternehmen unterschiedlich stark bewertet. Denn neben der Kursentwicklung fließen auch die Dividendenzahlungen in die Berechnung mit ein. Der DAX repräsentiert die erste Liga der der deutschen Aktienindizes.

 


Definition Aktienindex:
Der Aktienindex ist der errechnete Durchschnitt ausgewählter Kurse eines Wertpapiermarktes. Der Deutsche Aktienindex (DAX) spiegelt die Kursentwicklung der 40 umsatzstärksten/ meistgehandelten deutschen Aktientitel wider. Weitere Infos finden Sie hier.


 

Neben dem DAX gibt es noch den MDAX (zweite Liga), den SDAX (dritte Liga) oder den TecDAX. Letzterer bildet die wichtigsten deutschen Technologieunternehmen ab.

Die Entwicklung des DAX wird in Punkten gemessen: Je mehr Punkte der Index erzielt, desto wertvoller sind die Wertpapiere insgesamt. Der DAX-Punktestand zeigt an, wie sich der DAX im Vergleich zu seinem Ausgangswert entwickelt hat.

 

Erfolgsgeschichte DAX: Gestartet ist der Dax 1988 mit 1.000 Punkten – im September 2021 knackte er zum ersten Mal die 16.000-Marke.

 

Wann darf ein Unternehmen in den DAX?

Unternehmen können in den DAX auf- und absteigen, ein bisschen so wie bei der Fußball Bundesliga. Um in den DAX aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Festgelegt werden die Regeln von der Deutsche Börse AG, die den DAX seit 1988 herausgibt.

 

 

Was ist die DAX-Reform?

Bedingt durch den Wirecard-Skandal wurde der DAX im September 2021 reformiert und umfasst nunmehr 40 anstelle von bisher 30 Unternehmen. Die Deutsche Börse hofft mit der Neugestaltung auf einen neuen Start, da sie sich in diesem Zusammenhang erheblicher Kritik ausgesetzt sah.

Die ursprünglich starren Regeln für die Festsetzung der DAX-Unternehmen (Indexierung) führten dazu, dass Wirecard nicht sofort aussortiert wurde – obwohl klar war, dass der Zahlungsdienstleister Bilanzen manipulierte.

Ein weiterer Grund für die Reform: Unabhängig von Wirecard kann der DAX international aufgrund seiner geringen Größe nicht mit größeren Indizes, wie dem Nikkei 225 (Japan) oder dem FTSE 100 (United Kingdom) mithalten. Die Konzentration auf traditionelle Unternehmen aus der Chemie- oder Autobranche machte den DAX zudem anfälliger für Konjunkturschwankungen.

 


Das sind die neuen DAX-Regeln

  • Grundlage für den Aufstieg in den DAX bildet die Marktkapitalisierung (Börsenwert) der jeweiligen Anwärter.
    Was bedeutet Marktkapitalisierung? Die Marktkapitalisierung gibt den Marktwert einer Aktiengesellschaft wieder. Anhand der Marktkapitalisierung können Unternehmen, deren Anteile an der Börse gehandelt werden, verglichen werden.
  • Ab sofort prüft die Deutsche Börse AG zwei mal im Jahr die Zusammensetzung der DAX-Unternehmen, einmal (wie bisher) im September und zusätzlich im März.
  • Anwärter müssen zeigen, dass sie mindestens zwei Jahre lang profitabel waren.

 

Durch die DAX-Reform steigen die zehn wertvollsten Aktien aus dem MDAX in den DAX auf. Der MDAX verliert dadurch rund die Hälfte seiner Marktkapitalisierung (und schrumpft von 60 auf 50 Aktien) – der DAX allerdings bekommt neuen Auftrieb. Zu den wertvollsten Unternehmen im MDax gehören große Namen wie Airbus und Zalando, aber auch jüngere Unternehmen wie der Lieferdienst HelloFresh.

 

Ausführliche Informationen zur DAX-Reform finden Sie hier.

 

 

Wie spare ich mit dem DAX?

Die historische Umstellung von 30 auf 40 DAX-Unternehmen bietet neue Chancen für Anlegerinnen und Anleger:

DAX 40 hat den Vorteil, dass er weniger anfällig für Schwankungen ist, da mehr Unternehmen aus verschiedenen Branchen vertreten sind. In den DAX 40 investieren Sie am einfachsten mit einem Fondssparplan. Anstatt einzelne Aktien zu kaufen, verteilen Sie Ihre Geldanlage innerhalb eines Topfes (Fonds) auf viele Wertpapiere. Schon regelmäßige, kleine Beträge zahlen sich langfristig im Sparplan aus:

 

Rechenbeispiel: Sparplan seit Start des DAX bis heute = eine jährliche Rendite von fast acht Prozent.

 

Auf überdurchschnittliche Renditen aus der Vergangenheit gibt es keine Garantien für die die Zukunft. Im Vergleich zu sicheren null Prozent bei vielen anderen Sparformen ist das Fondssparen jedoch eine interessante Alternative.
Aktienfonds unterliegen konjunkturell bedingten Schwankungen. Das setzt eine gewisse Risikobereitschaft voraus. Längere Laufzeiten der Fondssparpläne (über 10, 20 oder 30 Jahre) sowie eine breite und weitsichtige Streuung der im Fonds enthaltenen Werte vermindern das Risiko gleichwohl beträchtlich. Die DAX Erweiterung bietet hier eine Chance für Anlegerinnen und Anleger, langfristig Vermögen aufzubauen.
Mit einem Investment in einen Fondssparplan, der den DAX abbildet, können Sie als Anleger neben Kursgewinnen auch an den Dividenden der Unternehmen partizipieren. Die Entwicklung von Aktienfonds in der Vergangenheit hat gezeigt, dass sie im Vergleich zu anderen Anlageformen langfristig über klare Renditevorteile verfügt.
Ob Einsteiger oder Profi: Unsere Sparkassen-Berater helfen Ihnen dabei mit Strategie Ihr Geld anzulegen.

 

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